Veranstaltungskalender
Eine Kunstkammer war in der Spätrenaissance ein Ort, an dem das Wissen der Zeit und die Wunder der Welt in materieller Form zusammengetragen wurden. Fürsten und Gelehrte luden Gäste zum Staunen und Lernen ein. Sie trugen künstliche Objekte als „Artificialia“ und natürliche Sammlungsgegenstände als „Naturalia“ zusammen, die sie dicht gedrängt auf engem Raum präsentierten, um die Fülle der Welt und des Universums zu spiegeln. Die Kunstkammern waren ebenso Hort der Forschung mit wissenschaftlichen Instrumenten als „Scientificia“ wie Repräsentationsorte von Wissen und Macht.
Die Kunstkammer Pohl-Goldschmidt verfolgt einen anderen Ansatz. Es handelt sich vornehmlich um wissenschaftliche mathematische Objekte der Renaissance Zeit, die von den renommiertesten Herstellern solcher Kunstkammerstücke virtuos kreiert wurden. Ziel der Sammlung Pohl-Goldschmidt ist es nicht, wie sonst üblich, ein Objekt jedes Genres zu präsentieren und eine Kunstkammer nachzubilden, sondern vielmehr die Produktion von Kunstkammerstücken zu dokumentieren und unterschiedliche Ausführungen besonderer Typen spezieller Kunstkammerobjekte gegenüberzustellen.


